[#naraontour] Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute

Seit Ende Juni sind Aktivist*innen von nara – netzwerk antirassistische
aktion aus Kiel wieder auf der Balkanroute unterwegs (Berichte von
Erlebnissen bisheriger Fahrten auf antiravernetzungsh.noblogs.org) und
unterstützen dort Menschen auf der Flucht auf unterschiedlichste Weise
(aktuell in Belgrad). Im Juli werden zwei weitere Gruppen aus Kiel zum
Support auf die Balkanroute und zum No Border Camp (15. Bis 24. Juli
2016) in Thessaloniki fahren. Dazu rufen wir euch zu Spenden auf. Continue reading „[#naraontour] Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute“

[#naraontour] Neuer Bericht über Situation in Idomeni

Bericht 20.03.16 Eidomeni (erste Crew)
++english version below++

#naraontour
Wir (erste #naraontour-Crew) sind nach wie vor in Eidomeni vor Ort. Es fällt schwer überhaupt von hier zu berichten. Im Prinzip verändert sich nichts. Die Lage wird lediglich immer aussichtsloser. Die Handlungsmöglichkeiten für die Flüchtenden werden immer eingeschränkter. Die Wahrscheinlichkeit, dass Grenzen wieder öffnen, werden immer geringer. Alternativrouten werden immer weiter abgeschottet. Die Polizei wird immer repressiver. Die Mangelernährung der Menschen wird immer schlimmer. Immer mehr Menschen sind krank. Die Stimmung im Camp und den umliegenden Gebieten eskaliert immer häufiger.

Kurz gesagt: Die Festung Europa ist am bisherigen Höhepunkt ihres rassistischen Vorgehens angekommen! Continue reading „[#naraontour] Neuer Bericht über Situation in Idomeni“

[#naraontour] Bericht vom Abschiebeknast in Korinth

Nachdem wir in Athen verschiedene Camps besucht hatten, wollten wir beim Abschiebeknast in Korinth zumindest kurz vorbeischauen. Die Geschichte des „detention centre“, das von griechischen Aktivist_Innen auch als „concentration camp“ bezeichnet wird, ist eine Geschichte des Leids: 2013 starb Mohammad Hassan im Krankenhaus an den Folgen mangelnder medizinischer Versorgung und an unterlassener Hilfeleistung im zweitgrößten Abschiebeknast des Landes. Nachdem die Behörden wegen der herrschenden Zustände des Taekwando-Stadions in Athen in die Kritik gerieten, wurden viele Flüchtende von dort aus nach Korinth gebracht, andere werden direkt von den Ägäis-Inseln hierher verschifft.  Continue reading „[#naraontour] Bericht vom Abschiebeknast in Korinth“

[#naraontour] Bericht 19.03.16

In den ersten beiden Tagen konnten wir uns durch Gespräche mit Flüchtenden im Camp Idomeni selbst, aber auch durch einen Infoaustausch mit weiteren Aktivist*innen im Volunteershaus einen Überblick über akute Probleme vor Ort verschaffen. Bereits vor Beginn der Tour hatten wir uns darauf verständigt, dass wir dabei helfen wollten, Informationen zusammenzutragen, um sie fliehenden Menschen zur Verfügung zu stellen – wenn sie diese nicht schon längst haben.Route
Im Haus erfuhren wir von örtlichen Infostrukturen und bauten Kontakt zu Aktivist*innen von „welcome2europe“ auf, was sich als sehr günstig erwies, da diese ohnehin gerade an einem neuen Flyer arbeiteten und wir uns sinnvoll einbringen konnten. Zu Recherchezwecken verabredeten wir, dass wir uns die GPS-Koordinaten der Militärcamps, die von offizieller Seite als Alternative zu Idomeni und Polikastro angepriesen werden, besorgen würden. In einem Gespräch mit einem Menschen in Idomeni hörten wir von einem Camp nahe Athen, in dem die Missstände besonders dramatisch seien. U.a. dürften die Leute das Camp zu bestimmten Zeiten nicht verlassen bzw. betreten. Wir blieben mit ihm in Kontakt, weil er einen Freund von sich, der in eben diesem Camp untergebracht ist, für uns kontaktieren wollte, aber auch, weil sich der Austausch mit Betroffenen immer wieder als sehr interessant erweist. Continue reading „[#naraontour] Bericht 19.03.16“

[#naraontour] Tagesbericht der zweiten Crew 16.03.16

#‎naraontour‬ (zweite Crew) +++(english below)+++

Tagesbericht 16. März 2016
„Im 20km-Radius um Idomeni gibt es etwa 10 dezentrale spots, an denen sich Flüchtende niedergelassen haben, sowie immer wieder vereinzelte Zelte auf Feldern. Entlang der Straßen sehen wir viele Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, auch alleinreisende Minderjährige waren dabei. Auch wenn einige Flüchtende weder wissen, wo genau sie sind, noch welche Möglichkeiten sich ihnen in dieser Gegend
bieten, haben andere Flüchtende sich bereits vernetzt und eine Informationsstruktur aufgebaut. Daraus ergeben sich auch gemeinsame Aktionen, die nicht immer von den Medien wahrgenommen werden, z.B. gab es in Polikastro bereits einen Hungerstreik.“ Continue reading „[#naraontour] Tagesbericht der zweiten Crew 16.03.16“