[HL] 18.01.2020 Demo in Gedenken an die Opfer aus der Hafenstraße – gemeinsame Anreise aus Kiel

Am 18. Januar 2020 jährt sich zum 24. mal der Brandanschlag auf die Geflüchtetenunterkunft in der Hafenstraße in Lübeck. 24 Jahre ist es her, dass 10 Menschen sterben mussten, davon 7 Kinder, und dass weitere 34 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Neonazis zündeten nachts das Haus an, in dem die Menschen lebten und setzten so ihr rassistisches Weltbild in die Tat um. Verurteilt wurden die Täter nicht, obwohl sie teilweise sogar Geständnisse ablegten und die Indizienlage sie eindeutig belastete. Ein wirklicher Aufklärungswillen der staatlichen Organe war nicht zu erkennen: Nach den rassistischen Anschlägen in Rostock-Lichtenhagen und Mölln passte ein weiterer Anschlag nicht in das Bild der erfolgreichen Deutschen Wiedervereinigung. So wurde statt gegen die verdächtigen Neonazis gegen einen Bewohner des Hauses ermittelt. Der Geflüchtete, selbst Opfer des Brandanschlags, wurde zum Täter gemacht.

In Gedenken an die Opfer aus der Hafenstraße ruft das Bündnis „Hafenstraße ´96. Gedenken & Anklagen“ zu einer Demonstration auf, um unsere Wut und Trauer gemeinsam auf die Straße zu trage.

18. Januar 2020 | Demonstration | 13.00 Uhr | Breite Straße Ecke Kohlmarkt, Lübeck

Es wird eine gemeinsame Anreise aus Kiel geben:
11:30 Uhr – Treffen an den Fahrkartenautomaten in der Bahnhofshalle
11:43 Uhr – Abfahrt des Zugs

Gegen den Faschismus und seine Verharmlosung! Es gibt keinen Platz für Rassismus und rechte Hetze in Lübeck oder anderswo! Wir bleiben solidarisch mit allen Geflüchteten und heißen sie willkommen! Wir fordern das bedingungslose Recht auf Asyl, sichere Fluchtwege und menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete! Für die befreite Gesellschaft und ein gutes Leben für alle.

zur Bündnisseite

[Glückstadt] Bericht zur Fahrrademo gegen Abschiebeknast

 

 

 

Am 11. Mai radelten zwischen Itzehoe und Elmshorn etwa 50 Menschen aus drei Bundesländern unter dem Motto „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“. Nach einer Kundgebung vor der in Bau befindlichen Einrichtung zogen sie durch die Glückstädter Innenstadt. Mit Redebeiträgen während der Umrundung des Marktplatze und am Hafen informierten sie Passant*innen.

Continue reading „[Glückstadt] Bericht zur Fahrrademo gegen Abschiebeknast“

[#naraontour] Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute

Seit Ende Juni sind Aktivist*innen von nara – netzwerk antirassistische
aktion aus Kiel wieder auf der Balkanroute unterwegs (Berichte von
Erlebnissen bisheriger Fahrten auf antiravernetzungsh.noblogs.org) und
unterstützen dort Menschen auf der Flucht auf unterschiedlichste Weise
(aktuell in Belgrad). Im Juli werden zwei weitere Gruppen aus Kiel zum
Support auf die Balkanroute und zum No Border Camp (15. Bis 24. Juli
2016) in Thessaloniki fahren. Dazu rufen wir euch zu Spenden auf. Continue reading „[#naraontour] Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute“

[#naraontour] Neuer Bericht über Situation in Idomeni

Bericht 20.03.16 Eidomeni (erste Crew)
++english version below++

#naraontour
Wir (erste #naraontour-Crew) sind nach wie vor in Eidomeni vor Ort. Es fällt schwer überhaupt von hier zu berichten. Im Prinzip verändert sich nichts. Die Lage wird lediglich immer aussichtsloser. Die Handlungsmöglichkeiten für die Flüchtenden werden immer eingeschränkter. Die Wahrscheinlichkeit, dass Grenzen wieder öffnen, werden immer geringer. Alternativrouten werden immer weiter abgeschottet. Die Polizei wird immer repressiver. Die Mangelernährung der Menschen wird immer schlimmer. Immer mehr Menschen sind krank. Die Stimmung im Camp und den umliegenden Gebieten eskaliert immer häufiger.

Kurz gesagt: Die Festung Europa ist am bisherigen Höhepunkt ihres rassistischen Vorgehens angekommen! Continue reading „[#naraontour] Neuer Bericht über Situation in Idomeni“

[#naraontour] Bericht vom Abschiebeknast in Korinth

Nachdem wir in Athen verschiedene Camps besucht hatten, wollten wir beim Abschiebeknast in Korinth zumindest kurz vorbeischauen. Die Geschichte des „detention centre“, das von griechischen Aktivist_Innen auch als „concentration camp“ bezeichnet wird, ist eine Geschichte des Leids: 2013 starb Mohammad Hassan im Krankenhaus an den Folgen mangelnder medizinischer Versorgung und an unterlassener Hilfeleistung im zweitgrößten Abschiebeknast des Landes. Nachdem die Behörden wegen der herrschenden Zustände des Taekwando-Stadions in Athen in die Kritik gerieten, wurden viele Flüchtende von dort aus nach Korinth gebracht, andere werden direkt von den Ägäis-Inseln hierher verschifft.  Continue reading „[#naraontour] Bericht vom Abschiebeknast in Korinth“