No one is safe in Afghanistan

Der Song „No one is safe in Afghanistan“ wurde in Segeberg vom “Mischbar-Chor” und 80 weiteren Unterstützern aus Afghanistan, Deutschland, Irak, Iran und Syrien aufgenommen.

Es sind Menschen, die ihre Stimme erheben, in der Überzeugung, dass es falsch ist, andere Menschen in ein Land abzuschieben, in dem niemand sicher ist, in dem Krieg herrscht, in dem jeden Tag Mütter, Väter und Kinder getötet werden.
Afghanistan ist kein sicheres Land!
Jede Abschiebung nach Afghanistan beinhaltet ein großes Risiko für Leib und Leben der Betroffenen.
Keine Abschiebung zurück in den Krieg!
Unterstützt unser Anliegen mit einer Unterschrift unter die Petition „Keine Abschiebungen in den Krieg – Schutz für Geflüchtete aus Afghanistan!“
Posted in General | Comments Off on No one is safe in Afghanistan

Dringend: Petition “Keine Abschiebungen nach Afghanistan” unterzeichnen!

petition

https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebungen-in-den-krieg-schutz-fuer-gefluechtete-aus-afghanistan

Posted in General | Comments Off on Dringend: Petition “Keine Abschiebungen nach Afghanistan” unterzeichnen!

26.11.16: [Kiel] Antira/Antirepressions-Soliparty “You Can’t Evict Solidarity” // Alte Meierei

cantevict-soliparty-poster-kopie

Die antirassistische Bewegung ist momentan starken Repressionen ausgesetzt: Nach Räumungen der von geflüchteten und europäischen Aktivist*innen besetzten Häuser in Griechenland und Verhaftungen auf der Balkanroute (Röske 11,…) müssen enorm hohe Geldsummen aufgebracht werden. Im Rahmen der Antirepressions-Kampagne “You Can’t Evict a Movement – You Can’t Evict Solidarity!” gibt es am 26.11. in der Alten Meierei (Kiel) eine fette Soliparty, mit Soli-Cocktailtresen, Infotischen und vollem Programm:

ab 18 Uhr: KüfA (Küche für Alle) mit 100 veganen Burgern ♥

19 Uhr: Vortrag: Situation in Griechenland und auf der Balkanroute: Hausbesetzungen, Selbstorganisation, Aktivismus und Repression

ab 21 Uhr: Hip Hop-Konzerte
Torkel-T (Springstoff, Berlin)
www.facebook.com/torkelrap
www.youtube.com/watch?v=74GQco3A75U&list=PL7Rnvx1sWkeHONi2_nsOCTBEbuxmhVzfV

Tapete (Rauhfaser Records, Berlin)
www.soundcloud.com/tapeteberlin

& DJ*anes

ab 24 Uhr: Techno & Electro
Dr. Auf und Dr. Eckig (Kiel)

Gehörmasseur (Kiel)
www.soundcloud.com/gehoermasseur

& t.b.a.

Kommt vorbei, genießt das kulinarische, intellektuelle und kulturelle Programm von frühabends bis spätnachts und vor allem: seid solidarisch und besetzt Häuser!

Our passion for freedom is stronger than their prisons!

Mehr Infos unter: cantevictsolidarity.noblogs.org

Posted in General | Comments Off on 26.11.16: [Kiel] Antira/Antirepressions-Soliparty “You Can’t Evict Solidarity” // Alte Meierei

Petition: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Unterschreibt unsere Petition “Keine Abschiebungen nach Afghanistan”!

Please sign our petition “No deportations to Afghanistan!”

+++ Keine Abschiebungen in den Krieg – Schutz für Geflüchtete aus Afghanistan! +++

Zunehmend konkretisiert sich auch für viele betroffene Geflüchtete in Schleswig-Holstein die Bedrohung durch Abschiebungen nach Afghanistan. Afghanistan ist ein Land in dem in weiten Teilen ein offener Krieg herrscht, ein Krieg an dem auch Deutschland beteiligt ist. Abschiebungen nach Afghanistan sind eine existenzielle Bedrohung für alle Betroffenen! Deshalb haben wir, das Netzwerk antirassistische Aktion Kiel (NARA), eine Petition an den Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und den schleswig-holsteinischen Innenminister Stefan Studt mit der Forderung nach einer sofortigen Beendigung von Abschiebungen nach Afghanistan und für ein Bleiberecht für die Betroffenen gestartet. Bitte unterschreibt, verbreitet und unterstützt diese Petition und lasst uns gemeinsam aktiv werden, damit sich Schleswig-Holstein nicht an dieser tödlichen Abschiebepolitik beteiligt!

UNTERSCHEIBT HIER: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebungen-in-den-krieg-schutz-fuer-gefluechtete-aus-afghanistan

 

Posted in General | Comments Off on Petition: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

[HH] Kundgebung “Solidarität mit den angeklagten Genoss*innen in Thessaloniki – stoppt die Repression gegen Refugees und selbstorganisierte Projekte in Griechenland!” Griechisches Konsulat

VERHAFTUNGEN BEI RÄUMUNG VON REFUGEE SQUATS IN THESSALONIKI

Am Mittwoch, 27. Juli 2016 wurden in Thessaloniki anarchistische Hausprojekte geräumt. In der nordgriechischen Hafenstadt drangen in den frühen Morgenstunden Polizeikräfte gewaltvoll in das Nikis-Squat, in das Orfanotrofeio und in das im Rahmen des No Border Camps neu besetzte Hurriya-Squat ein. Die dort untergebrachten Refugees wurden zu Militärcamps bzw. in ein Abschiebeknast gebracht, die anwesenden Aktivist*Innen wurden mehr als 30 Stunden in einer Tiefgarage eingepfercht, ohne dass sie Zugang zu Nahrungsmitteln gehabt hätten. Unter ihnen befanden sich auch je ein*e Genoss*In aus Kiel und aus Osnabrück. Die Aktivist*Innen aus dem Nikis-Squat wurden bereits wegen „Störung öffentlicher Ordnung“ und Sachbeschädigung angeklagt, in dem folgenden Schnellprozess wurden jedoch nur die Genoss*Innen aus Thessaloniki zu Bewährung bzw. zu Geldstrafen verurteilt. Die Verhandlungen gegen die Aktivist*Innen aus dem Orfanotrofeio wurden auf den 03. August, der Hurriya-Prozess auf den 5. August vertagt, genau wie der Prozess gegen die beiden norddeutschen Genoss*Innen.

Die SYRIZA-Regierung in Griechenland setzt damit ihre Repressionspolitik der Räumungen der Protestcamps in Idomeni, Polikastro und anderer Orte fort. Griechenland als Ausführungsorgan der EU-Politik versucht durch hartes Eingreifen Kontrolle zu suggerieren und die Solidaritätsbewegung und gemeinsame Organisierung von Refugees und Unterstützer*innen zu zerschlagen. Nicht nur Griechenland, sondern die gesamte EU lässt Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Camps, so dass manche sogar regelrecht verrecken. Nur einen Tag nach der Räumung der Squats in Thessaloniki verstarb nur wenige Kilometer entfernt, im Softext-Militärcamp, eine 17jährige Schwangere aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung. Menschen werden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, diskriminiert, illegalisiert und entwürdigt. In einer Stellungnahme des No Border Camps heißt es dazu: „Greece has been ground zero in Europe’s efforts to halt irregular migration for several years. At the same time, the country’s economic crisis has exasperated social divisions leading to increasing violence and hostility directed at foreigners. With massive financial and operational assistance provided by the European Union, Greece has confronted migratory pressures by emphasizing interdiction, detention, and removal, to the detriment of the protection of vulnerable migrants and asylum seekers. Conditions at its detention centres are regarded as among the worst in Europe.“

Um den herrschenden Zuständen sozialrevolutionäre Alternativen entgegenzustellen, kämpfen in Griechenland Genoss*Innen für Freiräume und besetzen leerstehende Gebäude. In die Selbstverwaltung der Squats sind vielerorts Refugees eingebunden, die hier teilweise auch wohnen, sich organisieren, … Das Hurriya-Squat wurde erst kürzlich im Rahmen des No Border Camps zusammen von Refugees und Aktivist*Innen besetzt. Hier vereinen sich antirassistische Kämpfe mit antikapitalistischem Häuserkampf usw., weshalb die Repressionsorgane nun mit aller Härte zuschlagen: Da außerdem die Räumungen der Besetzungen in Thessaloniki zeitlich parallel durchgeführt wurden und der Abriss des Orfanotrofeio unmittelbar erfolgte, ist davon auszugehen, dass dieser Auftakt einer Repressionswelle bereits länger geplant war. Das No Border Camp, Demonstrationen und Aktionen in Thessaloniki werden von staatlicher Seite nun als Legitimation des Vorgehens herangezogen, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die Refugee-Selbstorganisation und solidarische Bewegung dem griechischen Staat und der EU schon lange ein Dorn im Auge sind. Nach dem EU-Türkei-Deal, der Schließung der Balkanroute und der Kriminalisierung von Refugees und Unterstützer*innen, ist die neue Repressionswelle ein weiterer Schritt zur Erlangung der Kontrolle und Abwehr der Fluchtbewegungen und Verhinderung solidarischer Unterstützung und Selbstorganisation. Nachdem zeitgleich am Mittwoch auch das Camp im Hafen von Piräus bei Athen geräumt wurde, hat der Bürgermeister von Athen angekündigt, die selbstorganisierten Hausbesetzungen von, für und mit Refugees in Athen ebenfalls räumen zu wollen.

Auch wenn ein Großteil der angeklagten Aktivist*innen zunächst frei ist, sind die Repressionen gegen die griechische antirassistische Bewegung noch lange nicht Geschichte. In Thessaloniki werden neue Häuser für Wohnraum und Selbstorganisation sowie finanzielle Unterstützung für Anwält*innen und Prozesskosten benötigt und der politische Druck muss aufrechterhalten werden, um weitere Räumungen in Griechenland zu verhindern.

Zeigt euch solidarisch! Demonstriert, startet Aktionen, folgt den erfolgreichen Beispielen aus Griechenland und anderswo und besetzt gemeinsam Häuser! Unterstützt Menschen auf der Flucht auf jede Art und Weise und leistet so aktiv Widerstand gegen menschenfeindliche Politik und Repressionen.

Our passion for freedom is stronger than their prison!

Um unsere Solidarität mit den Aktivist*innen zu zeigen, wollen wir unseren Protest auch in Deutschland auf die Straße tragen:

DIENSTAG, 2. AUGUST 2016
Kundgebung / 12 Uhr / Griechisches Konsulat (Neue ABC-Straße 10) / Hamburg

GEMEINSAME BAHN-ANREISE AUS KIEL:
Treffen 9.40 Uhr an den Fahrkartenautomaten
Abfahrt 9.55 Uhr

Checkt www.facebook.com/nara.kiel und www.antifa-kiel.org um auf dem Laufenden zu bleiben!

Posted in General | Comments Off on [HH] Kundgebung “Solidarität mit den angeklagten Genoss*innen in Thessaloniki – stoppt die Repression gegen Refugees und selbstorganisierte Projekte in Griechenland!” Griechisches Konsulat

Refugees Welcome Camp 2016

Vom 30. Juli bis 1. August findet in Noer das Refugees Welcome Summer Camp statt. Es wird in Kooperation mit dem Bildungsprojekt “New Ways for Newcomers” und HAKI e.V. veranstaltet. Karten gibt es im Zapata Buchladen und  im Lunatique.

Alle weiteren Infos zum Camp gibt es hier:

https://www.facebook.com/events/260718940960885/

https://www.facebook.com/WelcomCamp/

 

Posted in General | Comments Off on Refugees Welcome Camp 2016

#naraontour 3.0 – Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute

Seit Ende Juni sind Aktivist*innen von nara – netzwerk antirassistische
aktion aus Kiel wieder auf der Balkanroute unterwegs (Berichte von
Erlebnissen bisheriger Fahrten auf antiravernetzungsh.noblogs.org) und
unterstützen dort Menschen auf der Flucht auf unterschiedlichste Weise
(aktuell in Belgrad). Im Juli werden zwei weitere Gruppen aus Kiel zum
Support auf die Balkanroute und zum No Border Camp (15. Bis 24. Juli
2016) in Thessaloniki fahren. Dazu rufen wir euch zu Spenden auf.

Was passiert aktuell auf der Balkanroute?
Nach Monaten in denen tausende Menschen über die Balkanroute nach
Europa geflüchtet sind und viele Aktivist*innen sie dabei supportet
haben, wurde in den letzten Monaten von den EU- und Balkanstaaten
öffentlichkeitswirksam die Schließung der Balkanroute verkündet. Es
wurden Grenzzäune gebaut, Protest-Camps wie Idomeni in Nordgriechenland
geräumt und Abkommen, wie der EU-Türkei-Deal geschlossen. Während im
Mittelmeer aktuell hunderte Menschen sterben, ist es still geworden um
die Balkanroute.

Aber noch immer sitzen tausende Menschen in Griechenland unter
unmenschlichen Bedingungen in Lagern fest und protestieren dort für ihr
Recht auf Bewegungsfreiheit. Noch immer kommen jeden Tag, allen Aussagen
von europäischen Politiker*innen zum Trotz, mehrere hundert Menschen in
Belgrad an, die Erlebnisse von Gewalt, Folter und Gefängnis auf ihren
Weg durch Bulgarien bzw. Mazedonien berichten, und weiter reisen
möchten. Freund*innen berichten uns, dass an der serbisch-ungarischen
Grenze Hunderte unter unmenschlichen Bedingungen in ungarischen
Transit-Bereichen festsitzen. Und Unterstützer*innen drohen für jegliche
Unterstützung Flüchtender mittlerweile in fast jedem Land hohe Geld- und
Gefängnisstrafen.

Das No Border Camp 2016 in Thessaloniki
Vom 15. Bis 24. Juli findet in Thessaloniki in Nordgriechenland das No
Border Camp statt. Dort werden tausende Menschen, Geflüchtete,
Aktivist*innen aus Europa und viele andere zusammenkommen. Gemeinsam
wollen wir die Initiative ergreifen, diskutieren, zusammenleben,
langfristige solidarische Projekte starten und mit Aktionen gegen
Grenzen und die Festung Europa protestieren.

Wir brauchen deinen Support!
Wir fahren runter und wollen bereits auf dem Weg nach Thessaloniki in
Serbien und Mazedonien und in Griechenland selber auf verschiedenste
Weise Menschen vor Ort unterstützen, die Zustände dokumentieren und
darüber und über das No Border Camp berichten.

Auch andere Konvois, die gemeinsame Proteste organisieren und
Flüchtende unterstützen, sind bereits unterwegs nach Griechenland
(momentan ist die OpenCaravan aus Slowenien unterwegs nach Griechenland,
am 1. Juli startete der ALF-Konvoi aus Deutschland über die ungarische
Grenze nach Griechenland und am 11. Juli, also heute, startet aus
Frankfurt (Main) der Convoy of Solidarity über Italien nach
Griechenland).

Wie kannst du uns unterstützen?
Für die Unterstützung brauchen wir vor allem Geld, um vor Ort wichtige
Dinge einzukaufen, wie Medikamente, Decken, Zelte,…
Ihr könnt uns auch gerne schreiben, wenn ihr uns Sachspenden mitgeben
wollt (Zelte, Medikamente, Smartphones). Dazu schreibt uns bis zum 16.
Juli. Gleichzeitig benötigt das NoBorderCamp in Thessaloniki dringend
noch Spenden für Organisation, Infrastruktur, Shuttle von den Lagern zum
Camp, Küche,…

Spenden könnt ihr hier:

Direkt für das NoBorderCamp könnt ihr hier spenden:

Rote Hilfe Dresden
IBAN: DE72 3601 0043 0609 7604 34
BIC: PBNKDEFF
Betreff: No-Border-Camp Thessaloniki

Spendet gerne auf folgendes Konto der Roten Hilfe e.V., die das Geld
sinnvoll an uns und verschiedene Strukturen, die Flüchtende auf dem
Balkan unterstützen, weiterleiten:

Rote Hilfe e.V.
IBAN: DE18 4306 0967 4007 2383 04
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: “UnterstützungBalkan”

Wenn ihr Geld direkt an uns überweisen wollt, schickt uns gerne eine
email über unsere Homepage dann schicken wir euch die Kontoverbindung.

Unsere Berichte werden wir hier veröffentlichen, hier könnt ihr uns auch
kontaktieren:
www.twitter.com/no_border_kiel
www.antiravernetzungsh.noblogs.org

Mehr Infos zur aktuellen Situation auf der Balkanroute findet ihr hier:
www.moving-europe.org
www.bordermonitoring.eu
www.facebook.com/areyousyrious
www.openborder.noblogs.org

Mehr Infos über das No Border Camp 2016 in Thessaloniki und die
Solidaritäts-Konvois findet ihr hier:
www.noborder2016.espivblogs.net
www.noborder2016.espivblogs.net/2016/06/21/open-caravan-actions-schedule
www.alfpartout.blogsport.eu
www.noborder.beyondeurope.net/convoi

Danke für Eure Unterstützung!
Freedom of Movement is everybodies right!

Eure #naraontour-Crew

Posted in General | Comments Off on #naraontour 3.0 – Spendenaufruf für den Support von Refugees auf der Balkanroute

nara.facebook-seite mit NEUER ADRESSE!

Unser “facebook-Auftritt” hat eine neue Adresse!

Wir sind nicht mehr länger unter “dublin.kiel” zu finden (in Anlehnung an unsere erste “anti-dublin-abschiebungs”-Kampagne), sondern neuerdings über:

https://www.facebook.com/nara.kiel

Bitte ersetzt die alte Adresse auf euren Seiten, Hinweisen usw.

antirassistische Grüße,

Ela

fürs nara [09.05.16]

Posted in General | Comments Off on nara.facebook-seite mit NEUER ADRESSE!

Veranstaltung für Geflüchtete aus Afghanistan in Deutschland am 27.04

Geflüchtete aus Afghanistan in Deutschland: Asylverfahren und Drohung mit Abschiebung
für Geflüchtete sowie ihre UnterstützerInnen und alle Interessierten

Mittwoch 27.04.16 // 18h // Vinetazentrum, Elisabethstraße 64, 24143 Kiel

Rund 150.000 Geflüchtete kamen im Jahre 2015 aus Afghanistan nach Deutschland.
Eine Ursache dafür war die Zunahme von Anschlägen, Gewalt und Kämpfen zwischen Regierungstruppen, Taliban und einer Vielzahl von Milizen und bewaffneten Gruppen im Land. Diese Anschläge und Kämpfe, aber auch Entführungen und Zwangsrekrutierungen haben mit dem Abzug der NATO-Kampftruppen zum 31. Dezember 2014 sprunghaft zugenommen.

Wegen der Überlastung des »Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge« konnte nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge auch im Jahre 2015 einen Asylantrag stellen, die meisten wurden auf 2016 vertröstet. Diejenigen, über deren Antrag entschieden wurde, erhielten meistens einen positiven Bescheid. Diejenigen, die einen negativen Bescheid bekommen haben, müssen eigentlich ausreisen. Aber wegen der Situation in Afghanistan erhalten sie eine Duldung.

Die Bundesregierung hat aber allgemein versprochen, die Zahl der Geflüchteten zu verringern. Erstes Ziel waren die Flüchtlingen aus den Staaten des Westbalkan und aus Nordafrika. Ziel waren aber auch die Geflüchteten aus Afghanistan: Ihnen wurde öffentlich unterstellt, sie hätten vor allem wirtschaftliche Motive. Die Bundesregierung hat öffentlich angekündigt, in Zukunft auch Abschiebungen nach Afghanistan möglich zu machen. Dort soll nach „sicheren Gebieten“ Ausschau gehalten werden. Geflüchtete, deren Asylantrag abgelehnt wurde, werden mit schriftlichen Ausreisefristen und Abschiebeandrohungen massiv unter Druck gesetzt.

Wir wollen bei dieser Veranstaltung das Land, seine Geschichte und die Fluchtgründe vorstellen. Anschließend gehen wir das Asylverfahren und die Möglichkeiten der Geflüchteten durch. Dabei soll es auch um die Möglichkeiten gehen, nach einer Ablehnung trotzdem eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.

Mittwoch, 27. April , 18 Uhr, Vinetazentrum (Stadtbücherei, Elisabethstr. 64, 24143 Kiel)
Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche Unterstützer ebenso wie an die Geflüchtete selbst.
Der Vortrag ist zweisprachig, eine Dolmetscherin wird ins Dari (Ostpersisch) dolmetschen. Der Referent ist Reinhard Pohl (Journalist), es dolmetscht Rayana Fakhri (Dolmetscherin)

Eine Kooperation von:
Projekt „dazugehören“, ZBBS e.V.
netzwerk antirassistische aktion kiel [nara]
gefördert durch Aktion Mensch & Rosa-Luxemburg-Stiftung SH

Posted in General | Comments Off on Veranstaltung für Geflüchtete aus Afghanistan in Deutschland am 27.04

Veranstaltung für Geflüchtete aus Serbien und Mazedonien – Asylverfahren oder Visum zur Arbeit?

Geflüchtete aus Serbien und Mazedonien in Deutschland: Asylverfahren oder Visum zur Arbeit?
Veranstaltung für Geflüchtete aus „sicheren Herkunftsstaaten“ sowie ihre UnterstützerInnen und alle Interessierten

Mittwoch, 6. April, 18 Uhr, Vinetazentrum

Viele Geflüchtete kommen aus dem Krieg oder aus Diktaturen: Sie kommen aus Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Somalia oder Jemen. Es kommen aber auch viele aus den „armen Staaten“ Europas:
Albanien, Montenegro, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina oder Kosovo. Diese Geflüchteten, die Anfang 2015 fast die Hälfte aller Asylanträge stellten, wurden fast immer abgelehnt, erhielten eine Aufforderung zur Ausreise mit der Androhung der Abschiebung.
Inzwischen ist ihre Zahl auf 1 Prozent aller Asylanträge gesunken (Januar 2016).
Der Bundestag hat im August und Oktober 2015 diese sechs Herkunftsstaaten zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt. Damit sind auch die Regelungen im Asylrecht erheblich verschärft worden.

Wir wollen uns in dieser Veranstaltung vor allem mit den Geflüchteten aus Serbien und Mazedonien befassen, überwiegend Roma. Warum kommen sie, was sind die Gründe für die Flucht und den Asylantrag? Wie wirken sich die aktuellen Gesetzesänderungen aus? Und welche Möglichkeiten bleibt den Geflüchteten, die schon seit Monaten hier leben und sich durch die Teilnahme an Deutschkursen um Integration bemühen? Was ist, wenn eine Aufforderung zur Ausreise im Briefkasten liegt?
Wie funktioniert die neue Regelung seit dem 1. Januar, nach dem Einwohnerinnen und Einwohner dieser Länder ein Visum zum Arbeiten in Deutschland bekommen können?

Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche Unterstützer ebenso wie an die Geflüchteten selbst. Der Vortrag ist zweisprachig, eine Dolmetscherin wird in romanes dolmetschen.

Der Referent ist Reinhard Pohl (Journalist), es dolmetscht Alija Serifovic (Dolmetscherin für romanes)

Mittwoch, 6. April, 18 Uhr, Vinetazentrum
(Elisabethstraße 64, 24143 Kiel)
Eine Kooperation von:

Projekt „dazugehören“, ZBBS e.V.
netzwerk antirassistische aktion kiel [nara]

Unterstützt durch Aktion Mensch und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

Posted in General | Comments Off on Veranstaltung für Geflüchtete aus Serbien und Mazedonien – Asylverfahren oder Visum zur Arbeit?