Transit in Kiel

An dieser Stelle gibt es Infos, Dokumentationen der Ereignisse und der Organisationsstruktur rund um den Support von Geflüchteten im Transit in Kiel im Herbst, Winter 2015. Der Infostand am Bahnhof wurde von uns im Januar 2016 wegen der Auswirkungen der Grenzschließungen eingestellt. Seitdem steht der Support entlang der Balkangrenze/in Griechenland sowie die Folgen der Abschottungspolitik in Deutschland und der EU im Fokus unserer Arbeit.

FOLGENDE INFORMATIONEN SIND DAHER NICHT AKTUELL, EBENSO DIE ANGEGEBENE TELEFONNUMMER NICHT!

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Wir haben eine neue Organisationsstruktur!
Macht mit, tragt euch ein – Solidarität muss praktisch werden…!

(Du findest die Orga-Telefon-Nummer, die Links zum Schichtplan und zum Nara-Twitter hier weiter unten unter “Schichten übernehmen”!)aufruf

Momentane Situation:

Aktuell kommen hunderte Geflüchtete mit Zügen nach Kiel um vom Schwedenkai in Kiel die tägliche Stena Line Fähre nach Göteborg in Schweden zu nehmen um dort Asyl zu beantragen oder weiter nach Finnland, Norwegen zu reisen. Durch die rigorose und repressive Politik Dänemarks ist die Durchreise durch Dänemark nach Schweden gar nicht oder nur teilweise und unter Risiko möglich. Die Geflüchteten halten sich meist den ganzen Tag im Stena Line Terminal auf, in dem von Unterstützer*innen aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen ein Info Punkt, Essensversorgung und teilweise medizinische Versorgung eingerichtet wurde. Auch nachts werden Geflüchtete von Unterstützer*innen am Hauptbahnhof in Empfang genommen. Es werden Spenden gesammelt um Menschen, die kein Geld( mehr) haben Fährtickets zu finanzieren. Die Unterstützung von städtischer Seite ist absolut mangelhaft, es fehlen ausreichende Unterkünfte und Versorgung. Die Polizei ist dauerhaft präsent und reagiert zunehmend repressiv auf die unterstützenden Strukturen.

Insgesamt haben mit der Unterstützung des Netzwerks bereits mehre 1000 Menschen via Kiel den Weg nach Schweden gefunden.

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Was kannst du tun?

Schichten übernehmen:

Wir möchten alle Menschen, die Flüchtlinge bei ihrer Reise unterstützen wollen, auffordern sich selbstorganisiert für Flüchtlinge einzusetzen z.B. bei den Schichten tagsüber und nachts am Hauptbahnhof, tagsüber am Terminal etc.

Wenn du Lust auf Schichten übernehmen hast (es ist völlig in Ordnung, wenn du noch nicht so viel Erfahrung hast, es sind immer Leute dabei, die schon länger dabei sind):

Meldet euch zwischen 12.00 und 16.00 Uhr auf dem Info-Telefon unter 01578 64 54 687 und sagt für welche Schicht ihr euch eintragen wollt!

Die Übersicht über die Schichten findet ihr hier auf dem folgenden Schichtplan (die Felder, die rot sind, sind noch nicht komplett gefüllte Schichten, ist eine Schicht grün hinterlegt, ist die Schicht voll besetzt):
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ZYMURO7kQPLVxqnE0va66hcqkCMlZ8ygyRhkgpObFMc/edit?pli=1

Generell gilt: erst auf dem Orga-Handy anrufen täglich von 12 – 16Uhr (01578 64 54 687), dann kannst du auf dem Schichtplan eingetragen werden.

Achtet auch auf Ankündigungen wo was und wer gebraucht wird auf unserem Nara-Twitter-Account:
https://twitter.com/iuf_ao

Alle Infos gibt’s auch noch mal auf unserem FlyerA4!

Spenden für Fährtickets:

In den letzten Tagen wurden tausende Euro aus Privatspenden aufgewendet um Menschen Tickets zu finanzieren, die nach ihrer langen Reise ohne finanzielle Mittel in Kiel landeten. Wir möchten alle Menschen, die Flüchtlinge bei ihrer Reise unterstützen wollen, um Spenden bitten. Gerne könnt ihr euch auch auf unserem Orga-Telefon melden zur Koordination der Spenden. (01578/ 6454687, täglich erreichbar zwischen 12.00 und 16.00 Uhr)

Das Netzwerk antirassistische Aktion Kiel (Nara) bittet um Spenden an den Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.:

Spendenkonto:

IBAN: DE52 5206 0410 0006 4289 08

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

Übernehmt selbstorganisiert Verantwortung für die Versorgung der Geflüchteten:

Konkret bedeutet das:
versorgt Menschen mit Essen und Trinken: dafür könnt ihr zum
Ostseekai-Terminal oder zur Markthalle kommen (für die Auswahl von geeignetem Essen und Getränken haben wir euch auf Facebook eine kleine Liste mit unseren Erfahrungen der letzten Wochen zusammen gestellt); achtet auch auf Ankündigungen auf Twitter und auf Facebook/Homepage in den nächsten Tagen für die Pläne der Stadt (es werden viele Freiwillige gesucht)
stellt euch darauf ein, dass die Essensabgabe schwieriger wird, als gedacht. Lange Diskussionen mit Wachpersonal an den Unterkünften, die Einsicht, dass es vielleicht zu wenig Essen und  Trinken ist und auch manchmal das Aushaltenmüssen dieser  Einsichten manchmal werdet ihr etwas suchen müssen, um die richtige Stelle zu finden, wo ihr euer Essen und Trinken loswerden könnt.
Vielleicht kann euch dabei ein Anruf auf unserem Orgatelefon (01578/ 6454687, erreichbar zwischen 12.00 und 16.00 Uhr)  oder ein Blick in unseren Twitter – Account helfen: https://twitter.com/iuf_ao.

Protestiert dafür, dass die Stadt endlich Verantwortung übernimmt und die Geflüchteten angemessen versorgt!

gebt der Stadt ein Feedback: z. Bsp. unter den Nummern der  Stadt 0431 / 901 3333 oder auch beim Telefon für besorgte BürgerInnen 0431 / 901 3031, die beide extra dafür eingerichtet  wurden, könnt ihr eure Erfahrungen an die richtigen Adressatinnen  bringen.

– bleibt solidarisch mit den Geflüchteten und widerständig: organisiert Protest, Kundgebungen, verteilt Flyer, teilt Informationen auf Facebook,…die Stadt hat gezeigt, dass sie nicht handlungsfähig ist, wenn es drauf ankommt.

 

Kontakt:

Kommt einfach tagsüber zum Terminal, nachts an den Hauptbahnhof, ruft auf dem Info-Telefon an, schreibt uns oder kommt abends um 19.30 Uhr zum Plenum in der Alten Mu (Lorentzendamm 6-8) und sprecht uns an, bringt euch ein!

Facebook:

nara – netzwerk antirassistische arbeit kiel

https://www.facebook.com/Dublin.kiel

Internetseite:

http://antiravernetzungsh.noblogs.org/

Twitter:

https://twitter.com/iuf_ao

Orga-Telefon:

01578/ 6454687, täglich erreichbar zwischen 12.00 und 16.00 Uhr

Pressekontakt:

Martin Weiß, 0151 657 301 39

Weitere Infos zu den letzten Wochen auch auf unserem Blog unter:

http://antiravernetzungsh.noblogs.org/post/2015/09/23/bericht-des-nara-netwerk-antirassistische-aktion-kiel-uber-die-ereignisse-in-kiel-in-der-letzten-woche-13-09-bis-20-09-2015/

oder auf Facebook:

https://www.facebook.com/Dublin.kiel